Wegen des Verdachts auf millionenschweren Betrug mit illegalen Löhnen unter anderem in der Sicherheitsbranche ist der Zoll gegen mehrere Verdächtige vorgegangen. Mehr als 220 Beamtinnen und Beamte seien bei Durchsuchungen in sieben Bundesländern im Einsatz gewesen, teilt die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls gemeinsam mit der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main mit. Auch die Steuerfahndung ist demnach beteiligt. Sechs Tatverdächtige im Alter von 24 bis 52 Jahren sollen mittels fingierter Rechnungen Schwarzgeld generiert haben. Damit hätten sie unter anderem in der Sicherheitsbranche Personal illegal entlohnt. So sollen in großem Stil Steuern und Sozialversicherungsbeiträge hinterzogen worden sein. Der Schaden wird auf mehr als 3,1 Millionen Euro geschätzt. Durchsucht wurden den Angaben zufolge knapp 20 Wohn- und Geschäftsräume in Bayern, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein. Der Schwerpunkt lag demnach in Karlsruhe und Hamburg. Die Koordination hatte das Hauptzollamt Schweinfurt. Sichergestellt wurden unter anderem Computer und Mobiltelefone, wie der Zoll mitteilt. Ein Beschuldigter sei bereits am Dienstag verhaftet worden. Vermögen in Höhe von mehr als 2,7 Millionen Euro soll sichergestellt werden, um staatliche Ansprüche zu sichern. Beim Kettenbetrug bedienen sich Täterfirmen mehrstufiger Konstruktionen aus Scheinfirmen und sogenannten Abdeckrechnungen, wie der Zoll erklärt. Dabei werden fingierte Rechnungen für nie erbrachte Leistungen ausgestellt, um illegale Schwarzlohnzahlungen zu verschleiern oder Geldflüsse zu tarnen.Wohn- und Geschäftsräume durchsucht
Bildnachweis: © Julian Stratenschulte/dpa
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Verdacht auf Millionenbetrug im Sicherheitsgewerbe
Durchsuchungen an fast 20 Orten: Sechs Verdächtigen wird vorgeworfen, mit einem Kettenbetrug mehr als 3,1 Millionen Euro Schaden angerichtet zu haben. Ein Haftbefehl wurde vollstreckt.
Meistgelesene Artikel
- 23. Mai 2026
Segelflugzeug stürzt auf A45 – ein Toter bei Olpe
Beim Absturz eines Segelflugzeugs auf eine Autobahn im Sauerland kommt der Pilot ums Leben. Die Polizei ermittelt, zur Ursache gibt es noch keine Angaben.
- 22. Mai 2026
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Gütersloh. Wie leben Menschen aus Rumänien, Polen, Bulgarien oder Nordmazedonien im Kreis Gütersloh? Welche...
- 15. Mai 2026
Öffentlichkeitsfahndung nach vermisstem 15-Jährigen
Gütersloh (ots) - Rietberg (MK) - Seit Mittwoch (13.05.) wird der 15-jährige Dean P. aus einer Jugendeinrichtung in...
Neueste Artikel
- 13. Juni 2026
Dreiköpfige Familie mit Kleinkind stirbt bei Autounfall
Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Sattelzug kommt in Oberbayern eine dreiköpfige Familie ums Leben – darunter ein zweijähriges Kleinkind. Für den Fahrer des Lkws geht der Unfall glimpflich aus.
Wenn das Königspaar Carl Gustaf und Silvia am Freitag Goldhochzeit hat, feiert ganz Schweden Mittsommer. Die große Party zu 50 Jahren Royal-Ehe stieg deshalb schon jetzt. Inklusive Barkasse.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 13. Juni 2026
Dreiköpfige Familie mit Kleinkind stirbt bei Autounfall
Bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Sattelzug kommt in Oberbayern eine dreiköpfige Familie ums Leben – darunter ein zweijähriges Kleinkind. Für den Fahrer des Lkws geht der Unfall glimpflich aus.
Wenn das Königspaar Carl Gustaf und Silvia am Freitag Goldhochzeit hat, feiert ganz Schweden Mittsommer. Die große Party zu 50 Jahren Royal-Ehe stieg deshalb schon jetzt. Inklusive Barkasse.





