19. März 2025 / Aus aller Welt

Verfolgungsjagd auf A9: Polizei stoppt Lkw mit Nagelsperre

Über 120 Kilometer und mit Hubschraubern verfolgt die Polizei einen Lkw quer durch Sachsen-Anhalt. Erst Nagelsperren können ihn stoppen. Das Motiv des Fahrers gibt Rätsel auf.

Vier Polizisten wurden bei der Verfolgungsjagd verletzt. (Symbolbild)
Veröffentlicht am 19. März 2025 um 16:33 Uhr von dpa

Hubschrauber, Nagelsperren und verletzte Einsatzkräfte: Die Polizei hat sich über mehr als 100 Kilometer hinweg eine Verfolgungsjagd mit einem Lkw-Fahrer auf der Autobahn 9 in Sachsen-Anhalt geliefert. Kurz vor der Grenze zu Thüringen konnte der Lastwagen schließlich gestoppt und der 41-jährige Fahrer festgenommen werden, wie die Polizei mitteilte. 

Fahrer in psychiatrischer Einrichtung

Der Mann befindet sich inzwischen in einer psychiatrischen Einrichtung. Ein entsprechender Unterbringungsbefehl sei beim zuständigen Amtsgericht beantragt, hieß es. Eine Entscheidung stand am Mittwochnachmittag noch aus. Gegen den Fahrer wird unter anderem wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt. 

Der Lkw war am Dienstagmittag kurz hinter der Grenze zwischen Brandenburg und Sachsen-Anhalt unterwegs, als die Polizei wegen der auffälligen Fahrweise auf ihn aufmerksam gemacht wurde. Der Fahrer sei teils sehr langsam gefahren, um dann wieder stark zu beschleunigen, sagte ein Polizeisprecher. Er habe die Anweisungen der Beamten ignoriert und seine Fahrt auf der A9 Richtung München fortgesetzt.

Vier Polizisten verletzt, zwei Streifenwagen kaputt

Mindestens 120 Kilometer weit sei man dem Lkw hinterhergefahren und habe versucht, ihn zu stoppen, sagte der Polizeisprecher. Zwei Polizeihubschrauber und mehrere Streifenwagen hätten den Lastwagen verfolgt. Zweimal sei es dabei auch zu Unfällen mit Einsatzfahrzeugen gekommen. Zwei Streifenpolizisten wurden demnach leicht verletzt. Zwei weitere Beamte erlitten den Angaben zufolge leichte Verletzungen beim Einsatz von Nagelsperren, die den Lkw aber immerhin stoppten.

Warum der Fahrer nicht anhielt, blieb zunächst unklar. Auch zum entstandenen Schaden machte die Polizei vorerst keine Angaben. Zwei Streifenwagen seien aber nicht mehr fahrbereit, hieß es. Zwischenzeitlich wurde die A9 wegen der Verfolgungsjagd komplett gesperrt. Erst kurz vor Mitternacht die Sperrung dann wieder aufgehoben.


Bildnachweis: © Carsten Rehder/dpa
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