Nach dem neuerlichen Urteil zum gewaltsamen Tod eines Babys in Unterfranken hat die Verteidigung des Angeklagten Revision eingelegt. Damit muss der Bundesgerichtshof (BGH) die Entscheidung des Landgerichts Würzburg erneut auf Rechtsfehler prüfen, wie ein Gerichtssprecher am Montag sagte. Am vergangenen Donnerstag hatte das Landgericht den angeklagten 25-Jährigen wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das erste Urteil in dem Fall hatte das Landgericht im Februar 2021 getroffen. Damals war der Deutsche wegen Totschlags zu elf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt worden. Staatsanwaltschaft und Verteidigung gingen in Revision - der BGH befasste sich deshalb mit der Sache. Nach der Prüfung verwies der BGH den Fall zurück ans Landgericht, weil nicht sicher geklärt gewesen sei, ob der Angeklagte das Baby gezielt getötet hat - also vielleicht Mord statt Totschlag vorliegt. Es kam daraufhin zu einem Verfahren vor einer anderen Strafkammer und einer Verurteilung wegen Mordes. Sollte die Verteidigung die Revision nicht zurückziehen, muss der BGH das neue Urteil prüfen. Der Mann soll den acht Monate alten Jungen kurz vor Weihnachten 2019 im Raum Gemünden am Main misshandelt und erstickt haben.
Bildnachweis: © Uli Deck/dpa
Copyright 2022, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Verteidigung geht nach Urteil zu Babytötung in Revision
Mord oder Totschlag? Der Bundesgerichtshof wird sich voraussichtlich erneut mit dem Fall eines gewaltsam zu Tode gekommenen Babys befassen müssen.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
Neueste Artikel
- 18. April 2026
Erpressung: Rattengift in Hipp-Babynahrung in Österreich
Lebensgefahr durch manipulierte Babynahrung? Hipp ruft in Österreich Gläschen zurück. Was Eltern wissen müssen und was Deutschland damit zu tun hat.
- 18. April 2026
Erpressung: Hipp-Gläschen mit Rattengift in Österreich
Unbekannte wollen Hipp erpressen. Die Polizei veröffentlichte eine «dringende Warnung» an die Bevölkerung.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 18. April 2026
Erpressung: Rattengift in Hipp-Babynahrung in Österreich
Lebensgefahr durch manipulierte Babynahrung? Hipp ruft in Österreich Gläschen zurück. Was Eltern wissen müssen und was Deutschland damit zu tun hat.
- 18. April 2026
Erpressung: Hipp-Gläschen mit Rattengift in Österreich
Unbekannte wollen Hipp erpressen. Die Polizei veröffentlichte eine «dringende Warnung» an die Bevölkerung.





