10. Januar 2025 / Aus aller Welt

Wegen Sturms zusätzliche Schiffe auf dem Weg zu Öltanker

Die Sicherung des havarierten Öltankers «Eventin» mit rund 100.000 Tonnen Öl an Bord wird schwieriger als anfangs gedacht. Grund ist ein Sturm über der Ostsee.

Zusätzliche Schiffe wurden zu dem havarierten Tanker und in dessen Nähe beordert.
Veröffentlicht am 10. Januar 2025 um 21:44 Uhr von dpa

Die Lage am manövrierunfähigen Öltanker «Eventin» in der Ostsee nördlich von Rügen wird durch einen heftigen Sturm erschwert. Am Abend gab es bereits Böen der Stärke sieben und zweieinhalb Meter hohe Wellen, wie das Havariekommando mitteilte. Erwartet wurde eine weitere Zunahme des Sturms mit Böen der Stärke neun. Zusätzliche Schiffe wurden deshalb zu dem havarierten Tanker und in dessen Nähe beordert.

Zwei Schlepper wurden am Abend zur 274 Meter langen «Eventin» geschickt, um sie besser an ihrer Position zu halten. Bislang wird das Schiff nach Angaben des Havariekommandos lediglich vom Notfallschlepper «Bremen Fighter» an einer Schleppverbindung gehalten. Nun sollen zusätzlich die «VB Bremen» und die «VB Luca» helfen. Sie seien vom Reeder des Schiffes beauftragt worden, hieß es.

Spezialisten werden auf Tanker geflogen

Das Havariekommando schicke ein vierköpfiges Expertenteam mit einem Hubschrauber der Bundespolizei zur «Eventin». Sie sollen mit einer Winde an Bord abgesetzt werden. Ein medizinisches Team der Feuerwehr Rostock sichere das Manöver ab. «Die Notschleppspezialisten sollen sicherstellen, dass die Last des 274 Meter langen Tankers sicher und gleichmäßig auf die eingesetzten Schlepper verteilt wird», erläuterte ein Sprecher des Havariekommandos.

Außerdem verlege das Havariekommando den Notschlepper «Baltic» aus der westlichen Ostsee in die Nähe von Darßer Ort. So könne die «Baltic» schneller eingreifen, sollte weitere Schlepperhilfe bei der «Eventin» benötigt werden. Ob, wann und auf welche Weise der Tanker mit fast 100.000 Tonnen Öl an Bord in einen Hafen geschleppt werden kann, werde geprüft und sei derzeit nicht klar. 

Stromausfall auf «Eventin» in Nacht zu Freitag

Die «Eventin» trieb laut Havariekommando seit der Nacht zu Freitag nach einem Stromausfall an Bord manövrierunfähig in der Ostsee. Am Freitagnachmittag gelang es deutschen Einsatzschiffen, den Tanker zu sichern. Ein Sensorflugzeug überflog das Gebiet. Öl-Verschmutzungen seien dabei nicht festgestellt worden, hieß es.

Beim Havaristen sind den Angaben zufolge auch ein Schiff der Bundespolizei und ein Schiff des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Ostsee, das auch die Verkehrssicherung übernimmt. Wegen des Stromausfalls an Bord brennen an Bord der «Eventin» keine Positionslichter, wie es hieß.


Bildnachweis: © Stefan Sauer/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Save the Date: Goldener Kamm in Gütersloh
Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld

Am 11. Oktober treten die besten Nachwuchsfriseure aus Nordwestdeutschland in der Stadthalle Gütersloh gegeneinander...

weiterlesen...
Den Frühling im Groove Garden begrüßen
Gartenschaupark Rietberg

Electronic-Music-Open-Air am 1. Mai im Parkteil Nord Rietberg. Zum Start in den Mai gibt's im Gartenschaupark Rietberg...

weiterlesen...
Angelo Kelly rockt Rietberg – Fans feiern Comeback-Tour
Lokalnachrichten aus Rietberg

Mit einer Mischung aus alten Hits und neuen Songs stand Angelo Kelly in der Cultura auf der Bühne

weiterlesen...

Neueste Artikel

Behörden: 131 Tote und 513 Verdachtsfälle bei Ebola-Ausbruch
Aus aller Welt

Die Fallzahlen bei einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda schnellen in die Höhe. Sorge vor einer raschen Ausbreitung wächst.

weiterlesen...
Bewaffneter schießt auf Passanten - Neun Tote in Ägypten
Aus aller Welt

Nach Schüssen auf Menschen in Assiut laufen in Ägypten die Ermittlungen. Der mutmaßliche Täter ist tot.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Behörden: 131 Tote und 513 Verdachtsfälle bei Ebola-Ausbruch
Aus aller Welt

Die Fallzahlen bei einem Ausbruch des gefährlichen Ebola-Virus in der Demokratischen Republik Kongo und Uganda schnellen in die Höhe. Sorge vor einer raschen Ausbreitung wächst.

weiterlesen...
Bewaffneter schießt auf Passanten - Neun Tote in Ägypten
Aus aller Welt

Nach Schüssen auf Menschen in Assiut laufen in Ägypten die Ermittlungen. Der mutmaßliche Täter ist tot.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner