Besucher der Londoner Westminster Abbey dürfen kurz nach der Krönung von König Charles III. erstmals den Bereich der altehrwürdigen Kirche betreten, in dem der Monarch bei der Zeremonie sitzen wird - aber nur auf Strümpfen, wie die Abtei mitteilte. Um den empfindlichen Mosaikboden zu schützen, müssen bei der Sonderführung «Crown and Church», die vom 15. Mai bis zum 29. Juli angeboten wird, die Schuhe ausgezogen werden. «Es wird das erste Mal seit Menschengedenken sein, dass die Abtei Besucher dazu eingeladen hat, den Kosmaten-Belag zu betreten, wo der Krönungsstuhl für die Krönung am 6. Mai platziert wird», sagte ein Sprecher der Abbey einer Mitteilung zufolge. Die Kosmaten waren eine Gruppe von italienischen Kunsthandwerkern, die im Mittelalter mit einer als Inkrustation bezeichneten Technik Böden und andere Bereiche in Kirchen mit Mosaiken aus Marmor ausschmückten. Der Kosmaten-Belag in der Westminster Abbey stammt aus dem 13. Jahrhundert und gilt als einer der größten Kunstschätze des Mittelalters in Großbritannien. Er war etwa 150 Jahre lang - und auch bei der Krönung von Charles' Mutter Queen Elizabeth II. 1953 - von einem Teppich verdeckt. Bei der Krönung von Charles III. soll er aber sichtbar sein. Er stellt ein geozentrisches Universum dar - also mit der Erde in der Mitte - und enthält sogar eine Vorhersage für das Datum des Weltendes. Das lässt demnach aber mit einer angeblichen Haltbarkeit der Welt von 19.683 Jahren noch etwas auf sich warten.
Bildnachweis: © Jonathan Brady/PA Wire/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Westminster Abbey bietet strumpfsockige Führungen an
Der Ort der Krönung von König Charles III. in der Westminster Abbey soll erstmals für Besucher zugänglich gemacht werden. Die müssen für den empfindlichen Mosaikboden jedoch ihre Schuhe ausziehen.
Meistgelesene Artikel
- 26. Juni 2026
Temperaturrekord in Deutschland - 41,3 Grad gemessen
Ein Höhepunkt der Hitzewelle ist erreicht: Der Wetterdienst hat vorläufig die bisher höchste Temperatur in Deutschland gemessen. Doch der Rekord könnte schnell überholt sein.
Ein Streit um ein Ticket eskaliert - ein Zugbegleiter stirbt. Der Täter soll zehn Jahre ins Gefängnis. Warum der Richterspruch manche fassungslos macht.
Die Schwiegermutter eines Politikers soll nach den Schüssen in Stade den Fluchtwagen gesteuert haben. Noch ist unklar, wie viel sie wusste. Der Abgeordnete geht offen damit um - und wird bestärkt.
Neueste Artikel
- 22. Juli 2026
Fall in Stade: Auflagen für Verdächtigen endeten vor Tod
Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gefängnis. Wie konnte das passieren? Erste Erkenntnisse zu einer fatalen Entscheidung im Gefängnis.
- 22. Juli 2026
Ungewöhnliches System dreier Himmelskörper entdeckt
Die Abgrenzung zwischen Stern, Planet und Mond wird bei einem neu entdeckten System schwierig. Brauchen Astronomen eine neue Kategorie für Himmelskörper?
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 22. Juli 2026
Fall in Stade: Auflagen für Verdächtigen endeten vor Tod
Ein Mann soll sechs Menschen erschossen haben, dann stirbt er selbst im Gefängnis. Wie konnte das passieren? Erste Erkenntnisse zu einer fatalen Entscheidung im Gefängnis.
- 22. Juli 2026
Ungewöhnliches System dreier Himmelskörper entdeckt
Die Abgrenzung zwischen Stern, Planet und Mond wird bei einem neu entdeckten System schwierig. Brauchen Astronomen eine neue Kategorie für Himmelskörper?





