4. August 2025 / Aus aller Welt

Zoo wirbt um Haustierspenden als Futter für Raubtiere

Die Dänen sind in vielerlei Hinsicht Pragmatiker. Das beweist ein dänischer Zoo auch bei seiner Raubtierfütterung.

Der Zoo in Aalborg weist darauf hin, dass Raubtiere wie Luchse auf ganze Beutetiere angewiesen sind - gerne auch Haustiere. (Archivbild)
Veröffentlicht am 4. August 2025 um 13:43 Uhr von dpa

Ein Zoo in Dänemark wirbt um die Spende von Haustieren, die dann an seine Raubtiere verfüttert werden können. «Willst du dein Pferd als Futter spenden?», fragt der Zoo von Aalborg auf seiner Website. Mit großer Dankbarkeit nehme man lebende Pferde entgegen, die im Anschluss geschlachtet würden. Der Bedarf variiere im Laufe des Jahres.

Bereits vor einigen Tagen hatte der Zoo in den sozialen Netzwerken dafür geworben, kleinere Haustiere zu spenden. «Hühner, Kaninchen und Meerschweinchen sind ein wichtiger Bestandteil der Nahrung unserer Raubtiere», schrieb die Einrichtung unter anderem auf Instagram. Besonders Luchse benötigten ganze Beutetiere, die sie an die Tiere erinnerten, die sie in freier Wildbahn jagen würden. In Zoos trage man mit Blick auf Tierschutz und fachlicher Integrität eine Verantwortung dafür, die natürliche Nahrungskette der Tiere abzubilden. 

Wer ein gesundes Haustier abzugeben habe, könne es daher gerne spenden, hieß es in dem Beitrag. «Auf diese Weise wird nichts verschwendet - und wir gewährleisten natürliches Verhalten, Ernährung und Wohlbefinden unserer Raubtiere», so der Zoo.

Paviane in Nürnberg verfüttert

In Deutschland hatten Tierschutzaktivisten zuletzt scharfe Kritik daran geübt, dass der Tiergarten Nürnberg aus Platzgründen zwölf Paviane tötete. Sechs davon wurden inzwischen laut Angaben des Tiergartens an Löwen, Tiger, Mähnenwölfe und Buntmarder verfüttert. Der stellvertretende Leiter des Tiergartens, Jörg Beckmann, teilte der Deutschen Presse-Agentur mit, dass den Tieren der Kopf abgesetzt worden sei, um die Schädel und Gehirne für wissenschaftliche Zwecke nutzen zu können. Die Hände und Füße der Paviane habe man aus Respekt gegenüber den Besucherinnen und Besuchern abgesetzt.

Als Gründe der Verfütterung führte Beckmann unter anderem an, dass Tierkörper mit Fell und Knochen für die Zahngesundheit von Beutegreifern besser seien als alle anderen Futtermittel. «Dadurch muss unseren Tieren, im Gegensatz zu vielen Haustieren, nicht unter Vollnarkose Zahnstein entfernt werden.»


Bildnachweis: © Sebastian Gollnow/dpa
Copyright 2025, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Aus aller Welt

Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.

weiterlesen...
Osterfeuer für das „Abenteuer Alpen“ – Die KjG Neuenkirchen lädt ein!
Stadt Rietberg

Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken

weiterlesen...
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Aus aller Welt

Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Schüsse bei geplantem Kampf in Park - Zwei Jugendliche tot
Aus aller Welt

Wieder tödliche Schüsse in den USA: Eine geplante Auseinandersetzung eskaliert - zwei Jugendliche sterben. Die Polizei warnt, dass Konflikte unter Jugendlichen immer häufiger zu Waffengewalt führen.

weiterlesen...
Unternehmen: «Hipp ist Opfer einer Erpressung»
Aus aller Welt

Erpressung mit Rattengift in Babynahrung - und in Österreich wird noch ein Glas gesucht. Die Polizei warnt Eltern vor auffälligen Gläsern. Was Hipp und die Behörden nun unternehmen.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Schüsse bei geplantem Kampf in Park - Zwei Jugendliche tot
Aus aller Welt

Wieder tödliche Schüsse in den USA: Eine geplante Auseinandersetzung eskaliert - zwei Jugendliche sterben. Die Polizei warnt, dass Konflikte unter Jugendlichen immer häufiger zu Waffengewalt führen.

weiterlesen...
Unternehmen: «Hipp ist Opfer einer Erpressung»
Aus aller Welt

Erpressung mit Rattengift in Babynahrung - und in Österreich wird noch ein Glas gesucht. Die Polizei warnt Eltern vor auffälligen Gläsern. Was Hipp und die Behörden nun unternehmen.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner