Eine Frau aus Wittenberg (Sachsen-Anhalt) ist nach dem Fund ihrer toten Zwillingsbabys in Untersuchungshaft. Gegen die 29-Jährige wird wegen des Verdachts eines Tötungsdeliktes durch Unterlassen ermittelt, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Die toten Säuglinge seien am Montag entdeckt worden. Beamten fanden die Leichname nach dem Hinweis einer Zeugin am Abend in der Wohnung der Beschuldigten, hieß es. Einige Stunden zuvor sei die 29-Jährige durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus eingeliefert worden, weil sie dringende medizinische Hilfe genötigt habe. Dort sei festgestellt worden, dass sie zuvor schwanger war und die Schwangerschaft bereits weit fortgeschritten war. Am Dienstag erfolgten erste Ermittlungen zur Todesursache. Die Leichname wurden in Halle untersucht. «Die rechtsmedizinische Untersuchung ergab, dass die beiden Zwillingsmädchen zum Zeitpunkt der Geburt lebensfähig waren.» Die Staatsanwaltschaft Dessau-Roßlau stellte am Dienstag Haftantrag gegen die 29-Jährige, hieß es. Sie sei beim zuständigen Haftrichter am Amtsgericht Wittenberg vorgeführt worden, dieser habe Untersuchungshaft angeordnet. Die Mutter, laut Polizei eine Deutsche, wurde in eine Justizvollzugsanstalt gebracht. Lutherstadt Wittenberg liegt im Osten von Sachsen-Anhalt und hat rund 48.000 Einwohner.Mädchen waren zur Geburt lebensfähig
Richter ordnet Untersuchungshaft an
Bildnachweis: © Soeren Stache/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Zwillingsbabys tot in Wittenberg gefunden - Mutter in U-Haft
Die Polizei findet in Sachsen-Anhalt zwei tote Säuglinge. Die Mutter steht im Fokus der Ermittlungen. Was bisher bekannt ist.
Meistgelesene Artikel
- 16. April 2026
Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.
Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken
- 29. März 2026
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.
Neueste Artikel
- 22. April 2026
Backhaus: «Wer nichts macht, macht auch keine Fehler»
Umweltminister Till Backhaus betont, wie wichtig es ist, beim gestrandeten Buckelwal zu handeln. An den Aktionen gab es immer wieder Kritik. Was der Minister dazu sagt.
- 22. April 2026
Backhaus zur Wal-Rettung: «Müssen das Konzept überarbeiten»
Der geplante Einsatz von Luftkissen zur Rettung des Buckelwals vor Poel ist vom Tisch. Umweltminister Till Backhaus fordert eine Überarbeitung des Konzepts.
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 22. April 2026
Backhaus: «Wer nichts macht, macht auch keine Fehler»
Umweltminister Till Backhaus betont, wie wichtig es ist, beim gestrandeten Buckelwal zu handeln. An den Aktionen gab es immer wieder Kritik. Was der Minister dazu sagt.
- 22. April 2026
Backhaus zur Wal-Rettung: «Müssen das Konzept überarbeiten»
Der geplante Einsatz von Luftkissen zur Rettung des Buckelwals vor Poel ist vom Tisch. Umweltminister Till Backhaus fordert eine Überarbeitung des Konzepts.





