Es ist vollbracht. Seit Mittwoch ist die Ostenstraße in Wiedenbrück wieder für den Durchgangs- und Anliegerverkehr freigegeben. Ein Moment, auf den Autofahrer, Anwohner und Gewerbetreibende in der Innenstadt seit dem Spätsommer 2024 gewartet haben.
18 Monate Umleitung – jetzt vorbeiÜber eineinhalb Jahre schlängelte sich der Verkehr durch Osterrathstraße, „Am Neuen Werk" und zeitweise auch die Birnstraße. Der Grund: umfangreiche Kanalarbeiten an Osten- und Wasserstraße. Mit der Freigabe der Ostenstraße entspannt sich die Lage in der Wiedenbrücker Innenstadt spürbar – auch wenn die Fertigstellung etwas später kam als ursprünglich geplant. Die Stadt hatte noch im vergangenen Jahr den Februar als Zieldatum genannt.
Was wurde eigentlich gebaut?Auf einer Strecke von 120 Metern wurde im Einfahrtsbereich der Wiedenbrücker Innenstadt ein komplettes Kanalsystem neu verlegt. Konkret bedeutet das:
- Neuer Schmutzwasserkanal von der Ostenstraße über die Marienstraße bis in Wasserstraße und Mönchstraße
- Zwei neue Regenwasserkanäle unter der Kreuzung – getrennt für belastetes Straßenwasser und unbelastetes Grundstückswasser
- Ein sogenanntes Kastenprofil, tief im Untergrund, das Regenwasser puffert und gedrosselt in den Stadtgraben einleitet – dafür war ein rund fünf Meter tiefer Schacht notwendig
Wer durch die Mönchstraße fährt, muss hinter dem Klosterbogen noch etwas Geduld mitbringen. Wegen Dacharbeiten am nahe gelegenen Kloster ist die Fahrbahn eingerüstet und auf eine maximale Fahrzeugbreite von 2,5 Metern beschränkt. Breitere Fahrzeuge dürfen diesen Abschnitt derzeit nicht nutzen.
Kleine Pause – dann geht es weiterDie nächste große Maßnahme ist bereits in Planung: Marienstraße und Markt sollen in absehbarer Zeit folgen. Frühestens 2027 sollen die Bagger erneut anrollen. Bis dahin dürfen Wiedenbrücks Autofahrer erst einmal durchatmen.





