Gütersloh. Eltern sind die Experten für ihre Kinder. Je besser sie sich mit dem Bildungssystem auskennen, desto positiver können sie die Lernbiografie ihrer Kinder beeinflussen. An diesem Punkt setzte die Workshopreihe ‚Heterogene Elternschaft‘ an, die nun ihren Abschluss fand. Über den Zeitraum eines Jahres beschäftigten sich Teams der teilnehmenden Schulen mit der Frage, wie eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Erziehungsberechtigten, Kitas und Schulen möglich ist. Organisiert wurde die Reihe vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh.
Bei der Abschlussveranstaltung stellten die Gruppen ihre Projekte vor, die seit Beginn der Veranstaltungsreihe erprobt wurden. Viele Gruppen hatten sich für die Einrichtung eines sogenannten ‚Elterncafés‘ entschieden, sodass unterschiedliche Formate mit verschiedenen Zielsetzungen entstanden. Elterncafés sind informelle Treffpunkte, an denen sich Eltern zu schulischen Themen, Erziehung und Austausch begegnen. Diese werden von Schulen organisiert, um den Kontakt zu unterstützen und Netzwerke zu schaffen. Zum Beispiel wurde das ‚Ankommenscafé‘ der Brüder-Grimm-Schule im Rahmen eines Interviews präsentiert. Das Projekt war in Kooperation zwischen einer Mitarbeiterin des Familienzentrums ‚Am Emssee‘, Mitarbeiterinnen der Burckhard-Kramer-Stiftung und einer Lehrerin der Brüder-Grimm-Schule entstanden.
Die Workshop-Reihe machte deutlich, dass Schulentwicklung und die Projekte fortlaufend weiterentwickelt und reflektiert werden müssen, wie Referent Dr. Alexei Medvedev erläuterte. Dr. Medvedev ist Bereichsleiter für Schulentwicklung bei der Koordinierungsstelle Weiterbildung und Beschäftigung (KWB) in Hamburg und begleitete die Veranstaltungsreihe. Bei der Abschlussveranstaltung konnten Stolperstellen des ersten Durchgangs thematisiert und bereits Lösungswege diskutiert werden.
In der Workshopreihe entwickelten verschiedene Akteure rund um Schulen gemeinsam Projektideen, um eine elternfreundliche Kultur zu etablieren. Zu den Teilnehmenden zählten Schulleitungen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeitende, Erzieherinnen und Erzieher aus elf Grundschulen sowie Mitarbeitende von Organisationen. Ziel der Veranstaltungen ist es, mögliche Barrieren für die Teilhabe von Eltern zu identifizieren und mit konkreten Maßnahmen zu überwinden. Insbesondere der offene Austausch und das gemeinsame Erarbeiten von Ideen stand hier im Vordergrund.
Der zweite Durchgang dieser Workshop-Reihe startet für weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 11. Mai.
Quelle: Kreis Gütersloh - hier Original öffnen (www.kreis-guetersloh.de)
Bildnachweis/Bildinformationen: Blick in die Abschlussveranstaltung der Workshopreihe ‚Heterogene Elternschaft‘.






