Die Zahl der Baugenehmigungen in Deutschland zeigt eine positive Entwicklung. Nach aktuellen Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden innerhalb eines Monats rund 20.000 neue Wohnungen genehmigt – ein deutliches Plus gegenüber dem jeweiligen Vorjahreswert. Auch in der kumulierten Betrachtung über mehrere Monate hinweg liegt die Zahl der genehmigten Wohnungen spürbar über dem Niveau des Vorjahres. Damit setzt sich der Aufwärtstrend fort, der sich bereits zuvor angedeutet hatte.
Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, bewertet diese Entwicklung als ermutigend und spricht von einem zarten Aufschwung, der an Fahrt gewinnt. Zugleich mahnt er jedoch zur Vorsicht: Die positiven Genehmigungszahlen dürften nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Wohnungsneubau weiterhin deutlich hinter dem tatsächlichen Bedarf zurückbleibe. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen liege weiterhin auf einem Niveau, das dem angespannten Wohnungsmarkt in vielen Regionen nicht gerecht werde. An den Wohnungsmangel dürfe man sich nicht gewöhnen.
Als wichtigen Impuls nennt Pakleppa die EH-55-Plus-Förderung. Diese gehe in die richtige Richtung, reiche allein jedoch nicht aus. Entscheidend seien verlässliche und langfristige Rahmenbedingungen für Bauherren und Investoren. Wer heute ein Bauvorhaben plane, müsse darauf vertrauen können, dass Förderbedingungen auch in Zukunft Bestand haben. Deshalb plädiert das Baugewerbe dafür, die EH-55-Plus-Förderung dauerhaft zu etablieren und bestehende Einschränkungen aufzuheben. Nur mit planungssicheren, langfristig angelegten Maßnahmen könne aus einer Stabilisierung ein nachhaltiger Wohnungsbauschub werden.
Quelle: Kreishandwerkerschaft Gütersloh-Bielefeld (kh-gt-bi.de.de)





