12. Januar 2026 / Stadt Rietberg

„Den Kopf in den Sand stecken ist keine Lösung“

Nordwestdeutsche Philharmonie spielte in Rietberg auf Rietberg. Wenn Rietbergs Bürgermeister zum Neujahrskonzert...

Veröffentlicht am 12. Januar 2026 um 14:34 Uhr von Stadt Rietberg

Nordwestdeutsche Philharmonie spielte in Rietberg auf

Rietberg. Wenn Rietbergs Bürgermeister zum Neujahrskonzert einlädt, dann ist das das erste große gesellschaftliche Ereignis des Jahres. Nicht nur die Musikerinnen und Musiker der Nordwestdeutschen Philharmonie sind in elegante Roben gewandet, auch die Gäste machen sich schick. Bürgermeister Andreas Sunder nebst Gattin Kerstin begrüßen alle Gäste persönlich. Wie in jedem Jahr, so war auch das jüngste Konzert unter dem Titel »Prosit, Cheers & Gloria!« ausverkauft. Und so galt es, rund 750 Hände-Paare zu schütteln.

Wie es schon lange Tradition ist, hielt Sunder noch vor Konzertbeginn seine erste Ansprache des neuen Jahres. Unter den Gästen begrüßte er erstmals die neue Landrätin des Kreises Gütersloh, Ina Laukötter, sowie zahlreiche Ordensträger der Stadt Rietberg. Sunder bedankte sich zunächst für das Vertrauen der Rietbergerinnen und Rietberger, die ihn im vergangenen Jahr im Bürgermeister-Amt bestätigt hatten. Auch gestand er ein, dass ihm ein anderer Musiktitel an jenem Abend ebenso Recht gewesen wäre: »Ich wär‘ so gerne Millionär«. Damit spielte er auf die angespannte finanzielle Situation der Stadtkasse an. Nicht ganz ernst gemeint zählte er diverse Versuche auf, für die Stadt an „das schnelle Geld“ zu kommen. Selbst die Idee, die Popcorn-Maschine aus der Bibliothek der Dinge gegen eine Gelddruckmaschine zu tauschen, habe sich nicht als erfolgversprechend erwiesen: „Erstens haben wir gar keine Popcorn-Maschine – und wir haben auch noch nie eine besessen. Und zweitens ist Geld zu drucken nicht legal“, erklärte Sunder mit einem Augenzwinkern. 

Gleichwohl, und damit kehrte Sunder zum Ernst der Lage zurück: „Den Kopf in den Sand zu stecken ist für eine selbstbewusste und wunderbare Stadt wie Rietberg jedenfalls keine Lösung.“ Rietbergs erster Bürger lud dazu ein, am Abend des Neujahrskonzertes eine große Portion Optimismus zu tanken und ein schönes Konzert zu genießen. 

Für den musikalischen Ohrenschmaus hatte die Nordwestdeutsche Philharmonie unter der Leitung von Markus Huber wieder ein buntes Potpourri populärer und weniger bekannter Melodien zusammengestellt. Huber war zum nunmehr vierten Mal in Rietberg zu Gast und führte souverän und heiter durch den Abend. Dieser begann mit klassischen Stücken von etwa Giuseppe Verdi und endete mit orchestraler Discomusik, die einst Gloria Gaynor berühmt gemacht hatte. Aus dem Mund der Solistin Anne Elizabeth Sorbara klang ihr »I will survive« allerdings noch einmal ganz anders. Scheinbar mühelos gelang der Gast-Sopranistin der Wechsel zwischen den unterschiedlichen Musikrichtungen, stets erstklassig untermalt von den versierten Instrumentalisten des opulenten Orchesters. Dabei waren es vor allem klassische Opernarien und Musical-Hits, mit denen die Sopranistin Sorbara eindrucksvoll zu überzeugen wusste. 

Quelle: Stadt Rietberg - hier Original öffnen (www.rietberg.de)
Bildnachweis/Bildinformationen: Sopranistin Anne Elizabeth Sorbara und Markus Huber, musikalischer Leiter des Abends, waren bestens aufeinander eingestellt. Foto: Stadt Rietberg

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