5. August 2026 / Stadt Rietberg

Im Jugendhaus Rietberg werden Traumjobs wahr

Serie: "Was macht eigentlich…? - Sozialarbeiterin Julia Schmitfranz Rietberg. Im Leben von jungen Menschen passiert...

Veröffentlicht am 5. August 2026 um 10:41 Uhr von Stadt Rietberg

Serie: "Was macht eigentlich…? - Sozialarbeiterin Julia Schmitfranz

Rietberg. Im Leben von jungen Menschen passiert viel. Sie durchleben rasante Entwicklungsphasen, manches ist neu und unbekannt, und manchmal brauchen sie Unterstützung. Oder einfach jemanden, der zuhört. Julia Schmitfranz ist so jemand. Die Sozialarbeiterin gehört bei der Rietberger Stadtverwaltung zum Team des Jugendhauses Südtorschule in Rietberg. Sie liebt ihre Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen und würde sich jederzeit wieder für diesen Job entscheiden.

„Besonders schön ist es, wenn ich Jugendliche über Jahre begleiten kann. Manche kommen schon als Kinder ins Jugendhaus und bleiben uns lange treu“, sagt Julia Schmitfranz und berichtet, dass es besonders oft Mädchen sind, die auf sie zukommen und reden möchten. Kein Wunder, denn die 30-Jährige ist die einzige Frau im Team des Jugendhauses. Freundschaften, Schule oder die erste Liebesbeziehung, die Themen, mit denen die Mädchen kommen, sind vielfältig. „Mich erfüllt es sehr, wenn ich die Mädchen unterstützen kann“, sagt Julia Schmitfranz und betont, dass es dafür manchmal nicht viel brauche. Denn oft käme es vor allem darauf an, Kinder und Jugendliche darin zu bestärken, ihre eigenen Ideen umzusetzen. Von der Raumgestaltung, über Ausflüge bis hin zum Entwickeln eines eigenen Musicals – viele Ideen sind schon umgesetzt worden. „Wir geben unseren jungen Gästen dann vor allem den Raum, ihre Ideen in die Tat umzusetzen. Dabei unterstützen wir, aber die Umsetzung machen sie selbst“, erklärt die Sozialarbeiterin. Jugendliche, die den ganzen Tag nur mit dem Handy in der Hand auf dem Sofa sitzen? Das gebe es im Jugendhaus Südtorschule eher nicht. 

Bevor sie vor drei Jahren zur Stadt Rietberg wechselte, hatte Julia Schmitfranz einen Job, bei dem sie es vorwiegend mit Erwachsenen zu tun hatte. Die pädagogische Arbeit mit jungen Leuten fehlte ihr dort. Sie hat ein Studium der Sozialen Arbeit absolviert und einen Masterabschluss in Erziehungswissenschaft gemacht. Auf die Frage, welche weiteren Fähigkeiten und Eigenschaften sie jenseits des Studiums in ihrem Job braucht, antwortet die 30-Jährige sehr klar: Geduld, eine offene Einstellung anderen Menschen gegenüber, Empathie, Unvoreingenommenheit, eine gute Selbstreflexion, Kreativität und Konfliktfähigkeit.

Wichtig zu erwähnen ist Julia Schmitfranz, dass das Jugendhaus ein ganz eigener Kosmos sei, so wie eine richtige kleine Gesellschaft. „Hier üben wir täglich in ganz verschiedenen Situationen, wie Demokratie funktioniert. Wie man Kompromisse eingeht, wie man seine eigenen Interessen angemessen vertritt, wie man Probleme löst.“ Besonders schön findet sie, dass immer eine respektvolle Atmosphäre herrsche. 

Das gilt übrigens auch für die Ferienspiele, mit denen das Jugendhaus jetzt im Sommer für zwei Wochen im Rietberger Gartenschaupark unterwegs ist. Das beliebte Programm ist immer schnell ausgebucht, im Jugendhaus ist dann eine zweiwöchige Sommerpause angesagt. Die Gäste im Park sind zwischen 6 und 10 Jahre alt, das Programm vielfältig. Von Batiken und Basteln über Bewegung und Boote bauen bis hin zu Großgruppenspielen und Girlanden basteln gibt es hier alles, was das Kinderherz begehrt. Und Julia Schmitfranz? Ist immer mittendrin und sehr glücklich darüber, dass sie einen so abwechslungsreichen Job hat. Das einzige, was es nicht gibt, ist Langeweile. 

Quelle: Stadt Rietberg - hier Original öffnen (www.rietberg.de)
Bildnachweis/Bildinformationen: Im richtigen Job gelandet: Julia Schmitfranz (30) liebt die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Seit drei Jahren ist sie im Jugendhaus Südtorschule in Rietberg als Sozialarbeiterin tätig. Foto: Stadt Rietberg

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