12. August 2026 / Stadt Rietberg

Wo Wohnungsbauförderung günstige Mieten ermöglicht

»Tour de Rietberg« führt von Neuenkirchen nach Varensell Rietberg-Varensell. Einblicke in energieschonende...

Veröffentlicht am 12. August 2026 um 16:16 Uhr von Stadt Rietberg

»Tour de Rietberg« führt von Neuenkirchen nach Varensell

Rietberg-Varensell. Einblicke in energieschonende Wohnraumsanierung, Vereinsförderung auf dem Land und das umfangreiche Angebot eines Sportvereins ermöglichte Rietbergs Bürgermeister Andreas Sunder jetzt bei seiner jüngsten »Tour de Rietberg«. Die dritte Etappe dieses Jahres führte rund 200 Bürgerinnen und Bürgern von Neuenkirchen nach Varensell. Auch die Ortsvorsteher Dirk Bunger und Wenzel Schwienheer begleiteten die Radtour.

Zwischen Sporthalle und Fußballplatz in Varensell stellte Michael Edenfeld den Sportclub Grün-Weiß Varensell und dessen umfangreiches Angebot vor: vom Fußball über Badminton bis zum Breitensport. Rund 600 Mitglieder zählt der SC, der im kommenden Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiern kann und der viel und erfolgreich mit dem Kindergarten St. Benediktus und der Grundschule an den Kastanien kooperiert. Immerhin 200 Mitglieder sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, erläuterte Jugendleiter Edenfeld. Bei ihm und seinen Helferinnen und Helfern des SC bedankte sich Bürgermeister Sunder für die Gastfreundschaft und Bewirtung. Denn zum Abschluss freuten sich die Bürgerinnen und Bürger über heiße Bratwurst vom Grill und kühle Getränke aus der Region.

Zuvor hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nur wenige Meter entfernt an der Gaststätte Hesse Halt gemacht. Dort steht der An-, Um- und Neubau für ein »Haus der Vereine« kurz vor der Fertigstellung. Bürgermeister Sunder erklärte, warum die Stadt Rietberg – das hatte die Politik bereits vor drei Jahren beschlossen – den neu gegründeten Bürgerverein bei den Mietkosten für diese Vereinsräume finanziell unterstützt. Schließlich gebe es in fast allen anderen Stadtteilen Bürgerhäuser, die die Stadt unterhält und den hiesigen Vereinen zur Verfügung stellt. Auch das Land NRW fördert das »Haus der Vereine«. Dennis Deppe als Vorsitzender des Bürgervereins Varensell erlaubte eine Besichtigung von innen und erläuterte, dass ein Besprechungsraum, sanitäre Anlagen und ein großer, teilbarer Gemeinschaftsraum mit Küche beziehungsweise Theke geplant sind. 

Ebenfalls aus Landesmitteln gefördert wurde im Rahmen der Wohnraumförderung die energetische Sanierung eines Wohnquartiers in Neuenkirchen. Auch das sahen sich Andreas Sunder und die interessierten Bürgerinnen und Bürger, die mit Fahrrädern unterwegs waren, an. Lars Lippelt, Geschäftsführer der Kommunale Haus und Wohnen GmbH (KHW), erklärte vor Ort die Hintergründe. Das Unternehmen bewirtschaftet rund 1.400 Mietwohnungen im Kreis Gütersloh, davon mehr als 100 in Rietberg. An der Gartenstraße wurden sechs Mehrfamilienhäuser mit 36 Wohnungen energetisch saniert – und kürzlich sogar mit dem Siegel »Klimaquartier NRW« ausgezeichnet. Besonders prägnant ist die großflächige Fassadengestaltung. Dahinter verbirgt sich eine Sanierung der Häuser aus den 1970er Jahren hin zum KfW-Effizienzhausstandard 55 EE. Der rechnerische Energiebedarf sei um 93 Prozent gesunken. Für die Mieter sei die Modernisierung nahezu warmmietenneutral. Denn die geringeren Heizkosten gleichen die höhere Kaltmiete nahezu aus, sagte Lippelt.

Sunder nutzte die Gelegenheit, die Wichtigkeit des sozialen Wohnungsbaus in einer Stadt wie Rietberg zu unterstreichen. In den besuchten Mehrfamilienhäusern wohnen viele Menschen mit geringen Einkommen und mit einem Wohnberechtigungsschein. „Doch das sieht man den Wohnungen von außen nicht an“, so Sunder. Lippelt erklärte, dass die Mieter dank der Wohnungsbauförderung mit 6,50 Euro je Quadratmeter eine deutlich geringere Miete zahlen, als ortsüblich.

Quelle: Stadt Rietberg - hier Original öffnen (www.rietberg.de)
Bildnachweis/Bildinformationen: Vor der prägnanten Fassade eines der Mehrfamilienhäuser an der Gartenstraße in Neuenkirchen erläuterten KHW-Geschäftsführer Lars Lippelt und Bürgermeister Andreas Sunder die Hintergründe der geförderten energetischen Sanierung. Foto: Stadt Rietberg

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