27. Dezember 2021 / Aus aller Welt

Berliner Zoo ohne Eisbären: Eisbärin Katjuscha gestorben

Sie galt als älteste Eisbärin Europas. Katjuscha lebte fast ihr ganzes Leben im Berliner Zoo. Mit ihrem Tod geht dort eine Ära zu Ende.

Eisbärin Katjuscha gähnt. Katjuscha ist im Alter von 37 Jahren im Zoo Berlin gestorben.

Eisbär Knut war dort einst der Star - zehn Jahre nach seinem Tod hat der Berliner Zoo nun keine Eisbären mehr. Eisbärin Katjuscha ist im Alter von 37 Jahren gestorben.

Tierpfleger fanden die leblose Eisbär-Seniorin bereits an Heiligabend auf ihrer Außenanlage, wie der Zoo am Montag mitteilte. Sie war den Angaben zufolge die älteste Eisbärin Europas. Im natürlichen Lebensraum werden Eisbären maximal 25 bis 30 Jahre alt, wie der Zoo mitteilte. Katjuscha sei schon seit einigen Jahren herzkrank und schon länger in tierärztlicher Behandlung gewesen. 

«Wie es mit der Eisbärhaltung im Zoo Berlin zukünftig weitergeht, muss in den kommenden Wochen entschieden werden», hieß es. Im Tierpark in Friedrichsfelde im Osten Berlins leben die Eisbären Tonja (12) und ihr Jungtier Hertha (3). 

Katjuscha wurde im Jahr 1984 im Zoo Karlsruhe geboren und kam im Alter von etwa einem Jahr nach Berlin. Eigenen Nachwuchs zog sie nicht auf. Nachdem schon vor über sechs Jahren altersbedingte organische Veränderungen und massive Wassereinlagerungen festgestellt wurden, bekam die Eisbärin Medikamente. Zu ihrem letzten Geburtstag im November habe sie noch eine komplette Fischtorte verzehrt, erklärte Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem laut Mitteilung.

Zeitweise lebte Katjuscha unter anderem auch mit Eisbär Knut auf einer Anlage. 2006 geboren und per Hand aufgezogen, sorgte der kleine Eisbär für einen großen Ansturm von Fans im Zoo im Westen der Hauptstadt. Elf Millionen Menschen kamen zum «Knutgucken», Fan-Artikel brachten zusätzliche Einnahmen. Allein 2007 bescherte Knut dem Zoo einen Gewinn von rund fünf Millionen Euro. Er starb im März 2011 an einer Gehirnentzündung.


Bildnachweis: © Maurizio Gambarini/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

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