17. August 2021 / Aus aller Welt

Rote Liste für Amphibien und Reptilien: Lage verschlechtert

Eine «alarmierende Gefährdungssituation» konstatiert das Bundesamt für Naturschutz mit Blick auf viele Amphibien und Reptilien. Die Gründe sind wieder einmal: Verlust an Lebensräumen und eine uniforme Landschaft.

Bei den Reptilien ist unter anderem die Kreuzotter besonders gefährdet.
Veröffentlicht am 17. August 2021 um 21:18 Uhr von dpa

Die Situation für die meisten Amphibien- und Reptilien-Arten in Deutschland hat sich laut der neuen Roten Liste in den vergangenen Jahren weiter verschlechtert.

Jede zweite der 20 untersuchten Amphibienarten sei in ihrem Bestand gefährdet, teilte das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am Dienstag in Bonn mit. Bei den Reptilien liege der Anteil mit 9 von 13 noch höher, erklärten das Bundesamt und das Rote-Liste-Zentrum.

«Für drei Viertel der Amphibienarten und mehr als zwei Drittel der Reptilienarten wurden auch in den vergangenen 20 Jahren weitere Abnahmen festgestellt», erklärte das BfN. Hauptursache für die «alarmierende Gefährdungssituation» sei der Verlust von Lebens- und Teillebensräumen.

«Ohne tiefgreifende Veränderungen in der Land- und Forstwirtschaft werden wir einen Großteil der Arten zukünftig nur noch in wenigen isolierten Schutzgebieten vorfinden», erklärte Ulrich Schulte, der Koordinator der beiden Roten Listen.

Unter den Amphibien seien unter anderem die Geburtshelferkröte und die Gelbbauchunke besonders gefährdet, bei den Reptilien Würfelnatter und Kreuzotter. Bestandsabnahmen wurden auch bei als nicht gefährdet eingestuften Arten festgestellt, etwa bei Feuersalamander und Westlicher Blindschleiche.

Das BfN erklärte, für keine Art sei in den vergangenen 20 Jahren eine deutliche Zunahme der Bestände festgestellt worden. Die Stabilisierung einzelner Vorkommen gehe vor allem auf Schutzmaßnahmen zurück. Beispielsweise habe der Springfrosch von der Förderung des Laubwaldanteils in Wäldern und neu angelegten Gewässern profitiert.


Bildnachweis: © Daniel Karmann/dpa
Copyright 2021, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Segelflugzeug stürzt auf A45 – ein Toter bei Olpe
Aus aller Welt

Beim Absturz eines Segelflugzeugs auf eine Autobahn im Sauerland kommt der Pilot ums Leben. Die Polizei ermittelt, zur Ursache gibt es noch keine Angaben.

weiterlesen...
Malle-Rietberg-Festival wird verschoben
Gartenschaupark Rietberg

Event findet nun am Fronleichnamstag, Donnerstag, 4. Juni, statt Rietberg. Das Malle-Rietberg-Festival, das am Vatertag,...

weiterlesen...
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Kreis Gütersloh

Gütersloh. Wie leben Menschen aus Rumänien, Polen, Bulgarien oder Nordmazedonien im Kreis Gütersloh? Welche...

weiterlesen...

Neueste Artikel

Studie: Menschen sind kooperativer als sie denken
Aus aller Welt

Eine globale Studie mit positivem Ergebnis: Die meisten Menschen sind kooperationsbereit, auch wenn das für sie Nachteile bedeutet. Auffällig ist das Resultat für Deutschland.

weiterlesen...
Mindestens zwölf Verletzte nach Schüssen bei US-Festival
Aus aller Welt

Bei einem beliebten Sommerfestival in der Stadt Toledo am Eriesee fallen Schüsse. Die Polizei geht von mehreren Schützen aus. Die Fahndung nach den Verdächtigen läuft auf Hochtouren.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Studie: Menschen sind kooperativer als sie denken
Aus aller Welt

Eine globale Studie mit positivem Ergebnis: Die meisten Menschen sind kooperationsbereit, auch wenn das für sie Nachteile bedeutet. Auffällig ist das Resultat für Deutschland.

weiterlesen...
Mindestens zwölf Verletzte nach Schüssen bei US-Festival
Aus aller Welt

Bei einem beliebten Sommerfestival in der Stadt Toledo am Eriesee fallen Schüsse. Die Polizei geht von mehreren Schützen aus. Die Fahndung nach den Verdächtigen läuft auf Hochtouren.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner