Im Hamburger Prozess um den Tod eines Babys gegen den Vater hat die Staatsanwaltschaft eine Freiheitsstrafe von zwölf Jahren wegen Totschlags gefordert. Das teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit, denn die Öffentlichkeit war bei den Plädoyers im Landgericht Hamburg ausgeschlossen. Die Anklage wirft dem 30-Jährigen vor, das Mädchen am 15. Mai 2021 durch heftiges Schütteln und Gewalt gegen den Kopf so verletzt zu haben, dass es eine Woche später im Alter von nur zwölf Wochen starb. Der Verteidiger des Angeklagten geht nach Angaben des Gerichtssprechers nicht von einem Tötungsvorsatz aus. Sein Mandant sei deshalb lediglich wegen fahrlässiger Tötung zu verurteilen. Sollte die Kammer von einem Tötungsvorsatz ausgehen, handelt es sich seiner Meinung nach um einen minderschweren Fall des Totschlags. Die zu verhängende Freiheitsstrafe solle vier Jahre nicht übersteigen. Der Vertreter der Nebenklägerin, der Mutter des Kindes, schloss sich dem Standpunkt des Verteidigers an. Am 11. Februar ist das Urteil geplant. Der nicht vorbestrafte Mann, ein Deutscher, hatte am zweiten Prozesstag eingeräumt, seine Tochter kurz geschüttelt zu haben. Das sei aber in Folge eines Unfalls geschehen. Ein psychiatrisches Gutachten sieht nach Angaben des Gerichtssprechers keine Anhaltspunkte für eine Einschränkung der Schuldfähigkeit des Mannes.
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Baby zu Tode geschüttelt? - Anklage fordert zwölf Jahre Haft
Einem 30-Jährigen wird vorgeworfen, seine erst wenige Wochen alte Tochter so geschüttelt zu haben, dass sie kurz darauf starb. Im Prozess wird kommenden Freitag ein Urteil erwartet.
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