14. Oktober 2021 / Wissenswertes

Neuland-Campus - hier arbeitet die Zukunft

Innovatives Projekt wird in Rietberg verwirklicht

In der Stadt Rietberg, auf einem Gelände neben der ehemaligen Landesgartenschau soll OWLs größter Coworking-Space entstehen, der „Neuland Campus“ mit 190 Arbeitsplätzen auf gut 4.500 qm Bruttogeschossfläche als Zentrum für Handwerk, Industrie und digitale Kreativwirtschaft. Am vergangenen Donnerstag hat dazu der Rat der Stadt grünes Licht gegeben, das Grundstück An den Teichweisen einem Konsortium aus regionalen Unternehmen und der Volksbank Bielefeld-Gütersloh als Hauptinvestor zum Kauf anzubieten. Für diesen Bauplatz muss der städtische Bauhof am gleichen Ort weichen. Bürgermeister Andreas Sunder hatte die Absicht, den Neuland-Campus in Rietberg anzusiedeln, von Beginn an unterstützt. »Dieses Projekt ist innovativ und und macht Unternehmer und die Stadt Rietberg zukunftsfähig. Es bietet Firmen die Möglichkeit, sich zu vernetzen und Ideen zu generieren. Die direkte Nähe zu unserem Gartenschaupark wird sowohl für uns als auch für die Akteure und Besucher des Neuland-Campus eine Bereicherung sein.«

Christian Terhechte, Begründer der Idee des Neuland Campus und Medienunternehmer aus Rheda-Wiedenbrück, erklärt den Grundgedanken dieses neuen Coworking-Zentrums: »Im globalen Wettbewerb kommt es nicht nur darauf an, Arbeit neu zu denken, sondern Neues zu erschaffen. In der Zusammenarbeit mit den Stärken anderer schaffen wir am Neuland Campus Mehrwerte und schöpfen Potenziale, die im eigenen Unternehmen nur schwerlich greifbar oder sogar undenkbar scheinen.« Das ehrgeizige Projekt brauchte Kompetenz aus verschiedenen Bereichen, erklärt Christian Terhechte. Bei der mehrjährigen Planung unterstützten ihn seine Partner Venjakob Maschinenbau und die Steuerberatungskanzlei Wortmann & Partner aus Rheda-Wiedenbrück, Kraft Maschinenbau aus Rietberg-Mastholte, die Kreishandwerkerschaft Gütersloh und der Büromöbelhersteller Febrü aus Herford.

60 Betriebe haben laut den Betreibern Interesse bekundet, Arbeitsplätze am Neuland-Campus zu beziehen. In 2023 soll der Neuland Campus in Betrieb gehen. Die avisierte Gruppe der Nutzer ist breit gefächert: produzierendes Gewerbe, Kreative, Freiberufler, Startups, Hochschulen und regionale Wirtschaftsförderungen wollen sich am Campus Neuland andocken, interdisziplinär arbeiten, unabhängig von Branche und Betriebsgröße. Von der Automatisierung bis Cloudworking soll die Digitalisierung der Arbeitswelt unter dem Dach des Neuland Campus vereint werden. Neben fester Vermietung werden sogenannten „digitalen Nomaden“ hochflexible Arbeitsplätze angeboten. Auch an Vortrags- und Seminarreihen ist gedacht. »Eine harmonisch gestaltete Einrichtung soll inspirierende Denkräume schaffen, naturnah, in einem grünen Umfeld«, so Terhechte. Das Gelände am Gartenschaupark biete Platz für noch mehr: Werkstätten, Tagungsräume, ein Rechenzentrum sowie eine Cafeteria sollen das Angebot abrunden. 

Nach dem Willen des Betreiber-Konsortiums soll der Neuland Campus der Inbegriff für die Innovationskraft in OWL werden. »Wir müssen gedanklich immer einen Schritt voraus sein, um uns dauerhaft behaupten zu können. Der Neuland Campus bietet uns einen hervorragenden Ort, um kluge Köpfe zu vernetzen«, sagt Markus Hüllmann von Kraft Maschinenbau. Christian Nüßer vom  Maschinenbauer Venjakob ist von der Strahlkraft des Projekts überzeugt: »Wir werden mit unserem Konzept kreative Menschen in die Region holen. Davon können wir alle profitieren.« Dr. Heiner Wortmann von der Kanzlei Wortmann & Partner weiß, wie essentiell innovative Geschäftsfelder für Unternehmen sind: »Der Kreis Gütersloh ist ein extrem starker Wirtschaftsstandort. Mit dem Neuland-Campus werden wir weiterhin ganz vorne mit dabei sein – ein Meilenstein für die Region.« Michael Deitert, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Bielefeld-Gütersloh, betont: »Gemeinsam wurde bei diesem chancenreichen Projekt eine Idee für die neuorganisierte digitale Arbeitswelt von morgen entwickelt. Der Neuland-Campus wird Maßstäbe setzen und neue definieren. Und es macht uns stolz, dabei zu sein.« Und auch die Kreishandwerkerschaft setzt auf das Projekt: »Unser Cluster aus Handwerk, Industrie und digitaler Kreativwirtschaft braucht einen fest verorteten Verstärker in der Region. Der Neuland Campus mit seinen 190 Arbeitsplätzen wird der Kraftraum für die Arbeit 4.0. in OWL«, meint Alexander Kostka, Geschäftsführer der Handwerksvertretung im Kreis Gütersloh. Christian Stammschroer von der Febrü GmbH hat den demografischen Wandel der Mitarbeiter im Auge und beobachtet den „War of Talents“. »Wir brauchen Creativorte für die Arbeitswelt von morgen, der Fachkräftemangel ist kein Märchen und junge Talente müssen gefördert und gefordert werden. Die Menschen benötigen perspektiven und neue Arbeitswelten die sich mit Bewegung & Sport, Natur, frischer Luft und gesundem Essen an einem Standort realisieren lassen. Unternehmenskultur 2.0

Bildunterschrift: Viele Köpfe, ein gemeinsames Ziel: (von links) Anna Niehaus (Geschäftsführerin Prowi GT), Renate Pörtner (Wirtschaftsförderin Stadt Rietberg), Christian Terhechte (Neuland-Medien), Bürgermeister Andreas Sunder, Alexander Kostka (Kreishandwerkerschaft), Markus Hüllmann (Kraft Maschinenbau) und Dr. Heiner Wortmann (Wortmann & Partner).

Quelle und Foto: ©Stadt Rietberg

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