6. Oktober 2022 / Aus aller Welt

Pakistan: Fluthilfe noch lange nicht genug

Pakistan hat bereits Milliarden Dollar an Hilfzahlungen erhalten. Doch die Schäden nach den Fluten im Sommer sind so groß, dass noch viel mehr Geld benötigt wird.

Opfer der schweren Überschwemmungen durch Monsunregen tragen in der Provinz Sindh Hilfsgüter durch das Hochwasser.
Veröffentlicht am 6. Oktober 2022 um 15:49 Uhr von dpa

Nach den verheerenden Fluten hat Pakistan die bis jetzt größten Hilfszahlungen erhalten. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif rief am Donnerstag dennoch zu weiterer Unterstützung auf. Die Asiatische Entwicklungsbank sagte dem Land am Mittwochabend 2,5 Milliarden Dollar zu. Mehr als die Hälfte des Betrages wolle Pakistan für die Anpassung an den Klimawandel aufwenden. Angesichts des Ausmaßes der Flutkatastrophe brauche Pakistan jedoch weitere Mittel, so Sharif bei einer Pressekonferenz.

WHO warnt vor Infektionskrankheiten

Seit Mitte Juni leidet Pakistan unter den schlimmsten je aufgezeichneten Fluten seiner Geschichte. Insgesamt sind 33 Millionen Menschen davon betroffen, knapp 1700 Menschen haben ihr Leben verloren. Zwischenzeitlich stand ein Drittel des Landes unter Wasser. Unzählige Straßen, Schulen, Krankenhäuser und landwirtschaftliche Flächen wurden zerstört.

Die WHO warnte erst am Mittwoch vor einer «Gesundheitskatastrophe». Im verschmutzten Wasser breiten sich Infektionskrankheiten mit rasender Geschwindigkeit aus. Millionen von Menschen haben keinen Zugang zu ärztlicher Versorgung, so die Organisation über die Situation in dem Land.

Stark vom Klimawandel bedroht

Experten machen den Klimawandel für die zunehmende Anzahl von Naturkatastrophen in Pakistan verantwortlich. Das südasiatische Land gilt als mit am meisten vom Klimawandel bedroht, obwohl es kaum zu den weltweiten Emissionen beigetragen habe.


Bildnachweis: © Fareed Khan/AP/dpa
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