3. August 2018 / Allgemeines

Kein Wasser aus Gewässern entnehmen

Risiko von Fischsterben verringern

Kein Wasser aus Gewässern entnehmen
Veröffentlicht am 3. August 2018 um 14:25 Uhr

Gütersloh. Durch die Hitze in den vergangenen Wochen und die anhaltende Trockenheit fließt in vielen Flüssen und Bächen im Kreis Gütersloh wenig Wasser. Zudem steigen die Wassertemperaturen an. Beide Tatsachen haben zur Folge, dass sich die Gefahr von Fischsterben vergrößert. Allein in diesem Sommer gab es im Kreisgebiet leider schon fünf Fischsterben in Langenberg (Forthbach), Versmold (Aabach und Ziegenbach), Greffen (Loddenbach) sowie Rietberg (Wapel).
 
Durch die hohen Temperaturen des Wassers reduziert sich der darin enthaltene Sauerstoffgehalt. „Bei Werten von über 28 Grad wird es eng für die Fische“, erklärt Thorsten Junker, Leiter der unteren Wasserbehörde beim Kreis Gütersloh. Die Ems hat bereits eine Wassertemperatur von 25 Grad. Die gesunkenen Pegel führen teilweise bereits dazu, dass ganze Flussbetten gänzlich austrocknen. „In dieser Situation sind wir leider machtlos und können nicht mehr helfen“, so der Ingenieur.
 
Der Kreis Gütersloh appelliert daher dringlich an alle Bürgerinnen und Bürger kein Wasser aus Gräben, Bächen, Flüssen, Teichen und Seen zu entnehmen. „In der aktuellen Situation ist es für die Fische überlebenswichtig, dass ihnen möglichst viel Wasser gelassen wird“, unterstreicht Junker den Appell an die Bürger sich verantwortungsbewusst  zu verhalten. 
 
Sollten in Kürze Niederschläge fallen, kann für die Gewässer und die Fische leider keine Entwarnung gegeben werden. Organisches Material wie Laub und Schlamm, das aus dem Gewässerumfeld oder aus Kanalisationen mit Starkregen in die Bäche und Flüsse gelangt, kann in den Gewässern einen kurzfristigen Sauerstoffmangel herbeiführen. Mit den hohen Temperaturen des Wassers sind dann gegebenenfalls lokale Fischsterben zu befürchten.

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