14. September 2021 / Aus aller Welt

Corona-Ausbruch in China: Metropole Xiamen geht in Lockdown

Chinas «Null-Covid»-Ansatz sorgt für einen weiteren Lockdown einer ganzen Großstadt. Grund sind 32 neue Fälle der Delta-Variante.

Auf einer Pressekonferenz der örtlichen Behörden in Xiamen werden die neuen Maßnahmen vorgestellt.
Veröffentlicht am 14. September 2021 um 10:24 Uhr von dpa

Ein neuer Ausbruch der Delta-Variante des Coronavirus hat für Menschen im Südosten Chinas weitreichende Einschränkungen zur Folge. Die Behörden der Küstenmetropole Xiamen in der Provinz Fujian forderten Bewohner am Dienstag dazu auf, die Stadt nicht mehr zu verlassen.

Großveranstaltungen wurden abgesagt, Restaurants und Einkaufszentren angewiesen, die Zahl der Besucher zu reduzieren. Schulen schwenkten auf Online-Unterricht um. Die Maßnahmen erfolgten, nachdem in der Stadt am Montag 32 neue Corona-Fälle entdeckt worden waren, womit die Zahl der Infektionen in der Provinz Fujian seit der vergangenen Woche auf über 100 angestiegen ist.

Der aktuelle Ausbruch hatte seinen Ursprung in der Stadt Putian, die nördlich von Xiamen liegt. Es wurde vermutet, dass ein Familienvater nach seiner Rückkehr aus Singapur das Virus eingeschleppt hat. Der Mann war am 4. August zurück nach China gereist, verbrachte 21 Tage in Quarantäne und war neun Mal negativ auf das Virus getestet worden. Am vergangenen Freitag fiel ein Test dann aber positiv aus. Auch Putian befindet sich seit dem Wochenende im Lockdown.

Die chinesische Regierung verfolgt eine «Null-Covid-Strategie». Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Zuletzt hatte es eine Häufung lokaler Ausbrüche der Delta-Variante gegeben, die aber bislang mit strikten Maßnahmen stets wieder unter Kontrolle gebracht werden konnten.


Bildnachweis: © Yan Zhihong/XinHua/dpa
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