Drogenkäufer und -verkäufer müssen auf der berüchtigten Kopenhagener Pusher Street künftig mit deutlich härteren Strafen rechnen. Im Kampf gegen den organisierten Haschischhandel führt die Polizei der dänischen Hauptstadt eine sogenannte verschärfte Strafzone in und um die alternative Siedlung Christiania ein, in der sich die Drogenmeile befindet. Die Zone soll zunächst für sechs Monate von Mittwochmittag bis zum 10. Juli gelten, wie die Kopenhagener Polizei mitteilte. Damit wolle man Kriminalität vorbeugen und die Sicherheit der Bewohner gewährleisten. «Mit der verschärften Strafzone nehmen wir einen weiteren Schritt in Richtung einer dauerhaften Schließung des Haschischhandels in Christiania», erklärte Polizeidirektorin Anne Tønnes. Die auf einer Gesetzesänderung zum Jahreswechsel beruhende Regelung bedeutet den Angaben zufolge unter anderem, dass Käufer illegaler Drogen bereits beim zweiten Verstoß in der Strafzone mit Gefängnis bestraft werden können. Wer das erste Mal erwischt wird, dem winkt bereits bei kleinen Mengen Haschisch ein Bußgeld in Höhe von 4000 Kronen (540 Euro) - das ist doppelt so viel wie bislang. Die autonome Freistadt Christiania ist über 50 Jahre alt und zählt mit ihrem alternativen Flair zu den Touristenmagneten von Kopenhagen. In den vergangenen Jahren haben jedoch zunehmend kriminelle Banden das Sagen über das Drogengeschäft auf der dortigen Pusher Street, auf der mehr oder weniger frei sichtbar Haschisch verkauft wird. Das ging immer wieder mit tödlichen Gewalttaten einher. Die Einwohner der Siedlung streben daher seit vergangenem Sommer an, die Drogengasse schließen zu lassen. Bereits im September hatte Justizminister Peter Hummelgaard härtere Strafen für den Drogenhandel und -besitz rund um die Pusher Street angekündigt.Strafen werden teurer
Bildnachweis: © -/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Dänemark: Härtere Drogenstrafen in Christiania
Die autonome Freistadt Christiania in Kopenhagen ist für Drogenhandel und -besitz bekannt. Jetzt geht die Polizei vermehrt dagegen vor.
Meistgelesene Artikel
- 23. Mai 2026
Segelflugzeug stürzt auf A45 – ein Toter bei Olpe
Beim Absturz eines Segelflugzeugs auf eine Autobahn im Sauerland kommt der Pilot ums Leben. Die Polizei ermittelt, zur Ursache gibt es noch keine Angaben.
- 22. Mai 2026
Studie: Leben und Arbeiten im Kreis Gütersloh
Gütersloh. Wie leben Menschen aus Rumänien, Polen, Bulgarien oder Nordmazedonien im Kreis Gütersloh? Welche...
- 17. Mai 2026
Mobile Hühnerstallsysteme aus Rietberg gewinnen in Landwirtschaft und Direktvermarktung an Bedeutung
Wie ein Hersteller aus Ostwestfalen den Markt für Mobilställe verändert
Neueste Artikel
- 15. Juni 2026
Weniger zögern, sich mehr trauen
Wertvolle Tipps beim Infoabend »Zukunftssicher mit Energieeffizienz« Rietberg. Die gestiegenen Materialpreise, höhere...
- 15. Juni 2026
Zwei Einbrüche in Rietberg - Zeugen gesucht
Gütersloh (ots) - Rietberg (FK) - Innerhalb weniger Stunden gab es am Samstagabend (13.06.) und am frühen...
Weitere Artikel derselben Kategorie
- 15. Juni 2026
Mutmaßlicher Block-Kidnapper: «Die Kinder haben geweint»
Eine israelische Sicherheitsfirma soll die Block-Kinder im Auftrag ihrer Mutter entführt haben. Der Chef ist als Zeuge eine Schlüsselfigur in dem Prozess. Trugen die mutmaßlichen Entführer Waffen?
Im Lotto «6aus49» liegen weiterhin 50 Millionen Euro im Jackpot der Gewinnklasse 1. Mehr geht nicht. Aber durch die lange Phase ohne Gewinner verändert sich jetzt schon der nächste Jackpot.





