Zur Unterstützung der Erdbebenopfer in der Türkei und in Syrien richtet die EU heute eine internationale Geberkonferenz aus. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der schwedische Regierungschef Ulf Kristersson haben nach Brüssel eingeladen, um Spenden für Hilfs- und Wiederaufbaumaßnahmen nach der Katastrophe zu sammeln. Schweden hat derzeit den Vorsitz der EU-Staaten inne. Am 6. Februar hatten zwei Erdbeben der Stärke 7,7 und wenig später der Stärke 7,6 die Südosttürkei und den Norden Syriens erschüttert. Insgesamt kamen mehr als 50.000 Menschen ums Leben und Millionen wurden obdachlos. Millionen Menschen leben in Notunterkünften. Erwartet wird, dass auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan per Video-Schalte an dem Treffen teilnimmt. Den Angaben der Kommission zufolge soll die mit der Türkei abgestimmte Konferenz offen sein für die EU-Staaten, Nachbarländer, Mitglieder der Vereinten Nationen und internationale Finanzinstitute. «Die Erdbeben in der Türkei und Syrien sind eine Katastrophe von historischem Ausmaß», sagte Ministerpräsident Kristersson vor der Konferenz. Schweden werde gemeinsam mit der EU und den internationalen Partnern alles tun, um den Betroffenen beim Wiederaufbau zu helfen. Von der Leyen betonte: «Unser Beistand wird so stark bleiben wie in den ersten Stunden nach dem Erdbeben. Die Menschen in der Türkei und Syrien sollten wissen, dass wir langfristig an ihrer Seite stehen.» Insgesamt sind nach Kommissionsangaben bislang fast 12 Millionen Euro an humanitärer Hilfe der EU für die Türkei bereitgestellt worden. Hinzu kämen rund 10 Millionen Euro an Soforthilfe für die Erdbebenopfer in Syrien. Zudem beteiligten sich über das sogenannte EU-Katastrophenschutzverfahren 16 EU-Länder an den Hilfen für Syrien. Auch der Türkei würden von 20 EU-Staaten bereits Millionen von Hilfsgütern zur Verfügung gestellt - darunter medizinische Ausrüstung, Hygieneartikel, Lebensmittel und warme Kleidung. «Es brauchte offenbar die Katastrophe in der Katastrophe, um wieder Aufmerksamkeit auf die Not in Syrien zu richten», betonte der Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe, Martin Keßler, im Vorfeld. «Das Elend von Millionen hat sich - besonders im Norden - weiter verschärft.» In der Türkei sind elf Provinzen von dem Erdbeben betroffen, in Syrien der Nordwesten. Aus dem Bürgerkriegsland gibt es nur spärliche Informationen über die Lage. Angesichts jahrelanger Bombardements und Kämpfe lebten viele Menschen dort schon vor den Beben unter prekären Umständen. Die EU leistet sowohl Unterstützung in von der Regierung kontrollierten als auch in nicht von ihr kontrollierten Gebieten.«Katastrophe von historischem Ausmaß»
«Aufmerksamkeit auf die Not in Syrien richten»
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Internationale Geber sammeln Spenden für Erdbebenopfer
Mehr als 50.000 Menschen haben bei den verheerenden Erdbeben in der Türkei und in Syrien ihr Leben verloren. Bei einer Geberkonferenz in Brüssel sollen nun Hilfen für die Betroffenen zusammenkommen.
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