2. Mai 2024 / Aus aller Welt

Viele Tote nach Autobahn-Einsturz in China

Nach dem schweren Autobahn-Unglück in der Provinz Guangdong laufen die Bergungsarbeiten. Vermutlich wird die Zahl der Opfer noch zunehmen.

Ein Teil der Fahrbahn stürzte den Hang hinab.
Veröffentlicht am 2. Mai 2024 um 11:37 Uhr von dpa

Nach dem Einsturz einer Fahrbahn auf einer Autobahn in Südchina ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 48 gestiegen. Das berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Die Zahl der bestätigten Opfer dürfte weiter zunehmen: So sei die DNA von drei Personen noch nicht identifiziert worden. 

Bei dem Unglück in der Provinz Guangdong war die Fahrbahn in der Nacht zum Mittwoch in der Dunkelheit auf einer Länge von rund 18 Metern einen Hang hinuntergestürzt. Mindestens 23 Fahrzeuge stürzten ab. 30 Menschen wurden zur Behandlung in Krankenhäuser gebracht. 

Möglicherweise hatten die starken Regenfälle der vergangenen Tage die Straße unterspült. Die Ursache des Unglücks ist noch nicht zweifelsfrei geklärt.

Verschüttet und ausgebrannt

In einer am Donnerstag im Internet übertragenen Pressekonferenz der örtlichen Behörden war von «komplexen» Verhältnissen an der Unfallstelle die Rede. Viele Fahrzeuge seien unter zum Teil großen Erdmassen begraben worden.

Auch seien Autos ausgebrannt. Wegen starker Regenfälle sei der Boden an der Unfallstelle sehr weich, sodass es für große Bergungsgeräte schwierig sei, in den Kernbereich vorzudringen. Die Arbeiten mit Hunderten von Helfern dauerten an. Auf Luftaufnahmen waren Bagger zu sehen, die Erde an der Unfallstelle abtrugen. 

Chinas Präsident Xi Jinping habe nach dem Erdrutsch «wichtige Anweisungen» für die Rettungs- und Katastrophenhilfe gegeben, berichtete Xinhua. Es müssten alle Anstrengungen unternommen werden, um die Menschen zu retten. Außerdem ordnete Xi an, Überwachung und Frühwarnung zu verstärken und Notfallpläne zu verbessern.

Die Provinz Guangdong ist zwar starke Regenfälle gewohnt, doch sind diese derzeit ungewöhnlich heftig ausgefallen. Viele Ströme im Perlflussdelta schwollen bedrohlich an.


Bildnachweis: © Xinhua News Agency/dpa
Copyright 2024, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Rückruf von Dattel-Kugeln ausgeweitet
Aus aller Welt

Betroffen ist ein Artikel des Hamburger Snackunternehmens Foodloose. Kunden sollten vom Verzehr absehen, wenn die Verpackung eine bestimmte Chargennummer trägt.

weiterlesen...
Osterfeuer für das „Abenteuer Alpen“ – Die KjG Neuenkirchen lädt ein!
Stadt Rietberg

Besucher erwartet ein Abend mit Andacht, Feuer, Bratwurst und Getränken

weiterlesen...
«Es geht ihm schlecht» - Lage des Buckelwals unverändert
Aus aller Welt

Seit Tagen hält das Drama um den Buckelwal in der Ostsee an. Die Menschen in Deutschland fiebern mit - wird er sich erneut befreien können? Die Experten hoffen auf die Dunkelheit.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Krebskranker Schuhbeck bleibt vorerst auf freiem Fuß
Aus aller Welt

Der zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilte frühere Fernsehkoch und Gastronom Alfons Schuhbeck ist so krank, dass die Justiz ihn weiter von der Haft verschont.

weiterlesen...
Britischer Zoologe Desmond Morris gestorben
Aus aller Welt

Mit seinem Bestseller «Der nackte Affe» wurde er weltberühmt. Nun ist der britische Zoologe und Künstler Desmond Morris im Alter von 98 Jahren gestorben.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Krebskranker Schuhbeck bleibt vorerst auf freiem Fuß
Aus aller Welt

Der zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilte frühere Fernsehkoch und Gastronom Alfons Schuhbeck ist so krank, dass die Justiz ihn weiter von der Haft verschont.

weiterlesen...
Britischer Zoologe Desmond Morris gestorben
Aus aller Welt

Mit seinem Bestseller «Der nackte Affe» wurde er weltberühmt. Nun ist der britische Zoologe und Künstler Desmond Morris im Alter von 98 Jahren gestorben.

weiterlesen...
ANZEIGE – Premiumpartner